VfL Wolfsburg – TSG Hoffenheim 2:1

Anfahrt nach Wolfsburg

Nun war es also mal wieder so weit: das meiner Ansicht nach nervigste Auswärtsspiel der Saison – beim VfL Wolfsburg – stand an und das auch noch an einem Sonntag. Aber was nimmt man nicht alles für seinen Verein in Kauf?

Also hieß es um 6.30 Uhr am viel zu frühen Sonntagmorgen, während alles noch am Schlafen war, aufstehen und los. Da aus diversen Gründen kein 11hoch3-Bus gemacht wurde, fuhr man mit mehreren Autos in Richtung Norden. Im Gegensatz zur Wolfsburger Szene, die sich regelmäßig bei den Spielen bei uns in einer örtlichen Pizzeria den Ranzen vollschlägt, verzichteten wir auf das kulinarische Angebot der VW-Stadt und fuhren direkt zum Stadion.

Die Fahrt verlief völlig unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse. Mein persönliches Highlight war lediglich die gescheiterte Verpflegungsübergabe zwischen zwei Autos bei 130 km/h auf der Autobahn, die aufgrund der miserablen Verpflegungssituation in unserem Auto erforderlich war. Hier muss künftig noch geübt werden.

Im Stadion

Ziemlich entspannt kamen wir dann frühzeitig am Stadion an. Das gemütliche Bier vorm Stadion musste ausfallen, da mittlerweile auch vor dem Stadion nur noch die Zahlung mit diesen ätzenden Bezahlkarten möglich ist, deren Aufladung zu allem Übel nicht funktionierte. Daher ging es gleich durch die Kontrollen, die wie immer in Wolfsburg völlig überzogen waren: Kopfhörer, die nicht mit ins Stadion durften, weil man damit ja jemanden strangulieren könnte oder der obligatorische Griff ins Körperzentrum, damit auch jedes sexuelle Bedürfnis für den Tag befriedigt ist.

Support

Im Block war dann doch nicht so wenig los, wie befürchtet. Man platzierte sich dieses Jahr im Hintertor-Teil des Gästeblocks, der zusammen mit dem Block in Freiburg meiner Meinung nach definitiv zu den schlechtesten der Liga gehört. Der Zaun wurde mit den üblichen Zaunfahnen der einzelnen Gruppen beflaggt, sodass man mit dem Support loslegen konnte. Trotz des miesen Blocks und der Kälte war der Support doch überraschend gut; hier haben wir gerade in Wolfsburg schon wesentlich schwächeres abgeliefert.

Der Support im Heimblock war auch besser als man das in Wolfsburg schon erlebt hatte. Optisch blieb es im Ober- und Unterrang jedoch bei den üblichen ein, zwei Fahnen und Doppelhaltern. Ansonsten nichts Erwähnenswertes.

Das Spiel

Zum Spiel bleibt nicht mehr viel zu sagen: in der ersten Halbzeit souverän gespielt, aber nur ein Tor gemacht, was zu Beginn der zweiten Halbzeit umgehend mit dem Ausgleich bestraft wurde. Danach noch Glück, dass Baumann einige Großchancen vereiteln konnte und Pech, dass eigene Großchancen nicht gemacht wurden; Szalai mit der Riesenchance, aber der trifft halt nur gegen seinen Ex-Verein – gegen den/die Ex ist halt immer am schönsten… Wolfsburg dann noch mit dem Siegtreffer zum 2:1, was für uns das zweifelhafte „Vergnügen“ bedeutete diesen ätzenden Tor-Song hören zu dürfen, den wir leider schon viel zu oft in Wolfsburg hören mussten. Dieser wird nun noch mit einer widerlichen Lichtshow unterlegt, sodass ich zwischen Kotzreiz und drohendem epileptischen Anfall schwankte.

Anzumerken bleibt auch noch, dass während des Spiels durchgehend Eis- und Schneebrocken vom Stadiondach fielen und auf Höhe der Seitenlinie aufs Spielfeld krachten, was eine enorme Verletzungsgefahr mit sich bringt… aber Kopfhörer im Block sind verboten?!… Naja, Wolfsburg halt.

Heimreise

Nach dem Spiel musste die niedersächsische Polizei noch für ihre Daseinsberechtigung sorgen: obwohl es vor und während des Spiels völlig ruhig und entspannt war, wurde einer von uns beim Verlassen des Blocks aufgrund eines aufgehängten Banners aus der Masse gezogen, was für eine kurzzeitige Unruhe sorgte. Nach Personalienfeststellung konnte er aber wieder gehen. Hoffentlich bleibt es dabei.

Nachdem man noch Teile der Wolfsburger Szene beim sonntäglichen Spaziergang nach Hause betrachten konnte, ging es zurück auf die Autobahn und zurück Richtung Heimat, wo man dann auch zeitig ankam und die letzten Stunden des Wochenendes genießen konnte.

Mein Fazit: Wolfsburg ist und bleibt unnötig!

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