Ohne Schuhe in Hamburg

Sorry für den so spät veröffentlichten Artikel über das Spiel gegen den Hamburger SV. Hatte ihn ganz vergessen hochzuladen 🙈

Die Anreise

Nach der Auslosung der Europa League-Partien entschloss sich ein kleiner Teil unserer Braga-Reisegruppe die Reise zu nutzen um bereits am Samstag von Porto direkt nach Hamburg zu reisen. Ein anderer Teil unseres Fanclubs entschied sich spontan mit dem ICE in die Hansestadt zu reisen.

Während man nach den gut 3 Stunden Flug und einem kleinen Powernap in Hamburg landete suchte man schnell das zentral gelegene Hostel um sich dort frisch zu machen.

Eine denkwürdige Nacht

Nachdem man sich bei einem gemütlichen Bier und gutem Essen gestärkt hatte, verzichteten wir auf die kulturelle Sightseeing-Tour und stürzte sich gleich in das berühmite Hamburger Nachtleben. Schnell noch ein Bierchen und die letzte Minuten des Abendspiels genossen, und dann ab auf den Kiez. Hier waren natürlich die üblichen Anlaufpunkte wie z. B. die Kultkneipe „Zur Ritze“ unsere ersten Ziele. Nach unzähligen Bierchen, Longdrinks und Kurzen entschieden sich alle bis auf einer zurück ins Hostel zu gehen. Die Entscheidung alleine auf dem Kiez zu bleiben, sorgte am nächsten Tag noch für viel Schmunzeln und Verwirrung.

Rund drei Stunden später kam unser Freund in unser Zimmer und ließ uns sofort wissen, dass er nicht nur sein Handy (was ja mal passieren kann), sondern auch seine Schuhe verloren hatte. Was in diesem Moment als Witz, und somit nur beiläufig aufgefasst wurde, bestätigte sich jedoch wenige Stunden später, als man so langsam zu sich kam. Wie es zum Verlust des Handys und der Schuhe kam, kann bis heute noch nicht zu 100% rekonstruiert werden. Auch in diesem Fall muss vermutlich Galileo Mystery hinzugezogen werden.

Nachdem man sich mit der Situation der fehlenden Schuhe zurecht gefunden hatte, startete man zur Mittagsstunde eine spontane sonntägliche Shoppingtour am Hauptbahnhof. Kurz noch einen Snack zu sich genommen um den restlichen Alkohol aufzusaugen, ging es auch schon in Richtung Stadion.

Das Spiel

Bereits in Vorfeld erhielt man die Meldung, dass rund 300-400 Hoffenheimer den Weg nach Hamburg auf sich nehmen sollten. Vermutlich hatten hier viele Braga-Reisende die selbe Idee wie wir und flogen direkt nach Hamburg.

In den ersten Minuten des Spiels war der Support unsererseits recht ordentlich. Vor allem da man die Hoffnung hatte, dass nach den Europapokal-Aus wenige

Tage zuvor eine Trotzreaktion gezeigt wird. Jedoch blieb es bei der Hoffnung, da man bereits nach sechs Spielminuten das erste Gegentor kassierte. Diese Führung bestärkte den HSV noch mehr und es lag eher der zweite Treffer der Hanseaten statt der Ausgleich durch die TSG in der Luft.

Somit hatte man zwischenzeitlich die Möglichkeit die SOKO „Wo sind nur die Schuhe?!“ zu gründen. Durch einen überraschenden Anruf vom verlorenen Handy erhielt man die Info, dass sowohl das Handy als auch die Schuhe in einem Hotel in der Nähe der Reeperbahn aufgefunden wurde. Nähere Infos erhielten wir allerdings nicht.

Damit konnte man sich völlig entspannt der zweiten Halbzeit widmen. Durch ein Transparent mit der Aufschrift „Dumm, dümmer, Hoppenheim“, bewiesen die Hamburger ungeahnte Kreativität in Sachen Spruchbänder. Nach wenigen Momenten war das Spruchband entfernt und man konnte sich wieder dem Spiel zuwenden. Jedoch war von Beginn an der HSV die überlegene Mannschaft und machte letzten Endes völlig verdient zwei Tore zum Endstand von 3:0.

An einen großartigen Support unsererseits war nicht mehr zu denken.

Die Heimreise

Nach dem Abpfiff und einer schnellen Verabschiedung unserer Freunde im Block ging es auf direktem Wege in das Hotel um das Smartphone und die Schuhe unseres Freundes abzuholen. Nach dem ein oder anderen grinsen des Rezeptionisten erhielten wir die Sachen ohne Probleme zurück und machten uns auf den Weg in Richtung Flughafen. Von dort aus ging es entspannt in Richtung Heimat.

Fazit

Unter dem Strich muss man sagen, dass sowohl der Trip nach Braga als auch nach Hamburg unvergessen bleiben werden. Lediglich die TSG trübte durch zwei unterirdische Leistungen kurzzeitig die Stimmung. Zu guter Letzt bleibt nur zu sagen, dass das Leben immer noch die besten Geschichten schreibt.

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