B-Block Brigade 2007 Pullis gegen Bayern München

Englische Woche inkl. Supergau

Nach einer längeren Pause ohne Blogeintrag gibt es hier eine Zusammenfassung der letzten drei Spiele der Englischen Woche: Die Siege gegen Berlin und Bayern, sowie das verpasste Spiel in Hamburg.

Hertha BSC – TSG 1:3

Da es die DFL mit der Terminierung unserer Spiele wieder einmal besonders gut gemeint hatte, ging es für uns freitags gute 600 km in Richtung Hauptstadt. Trotz der humanen Abfahrtszeit musste so doch wieder ein Urlaubstag dran glauben, die letzten Überstunden platt gemacht werden oder wieder einmal eine Krankmeldung herhalten. Trotz dieser Umstände ist es enttäuschend, dass wir unseren Bus nicht voll machen konnten.

Die Fahrt verlief völlig unspektakulär und so kam man ohne besondere Vorkommnisse in der Hauptstadt an und dort ging es dann zügig in den Gästeblock. Für mich immer wieder besonders beeindruckend ins Olympiastadion zu kommen, das für mich das schönste Stadion in der Bundesliga ist. Hoffentlich schaut man sich in Berlin bei der Stadionneubau-Frage einiges von den Karlsruher Freunden ab, sodass sich der Umzug in ein neues Stadion noch eine ganze Weile verzögert.

26. Spieltag 16/17 - Auswärtsblock in Berlin mit Anhängern der TSG Hoffenheim

Der Gästeblock war dann doch noch besser gefühlt, als erwartet (und damit liebe Grüße an diejenigen, die diesen Satz in den Spielberichten nicht mehr lesen können). Offensichtlich Wollten viele das gesamte Wochenende in Berlin verbringen.

Das Spiel begann dann relativ schlecht für uns, da die Hertha früh in Führung ging. Per Elfmeter konnten wir jedoch noch vor der Pause ausgleichen. Nach der Pause spielte unsere Mannschaft die Berliner an die Wand und machte den souveränen Auswärtssieg klar, was für Euphorie im Gästeblock sorgte, auch wenn man natürlich nicht gegen die lautstarke Ostkurve der Herthaner ankam. Einziger kleiner Kritikpunkt an diesem Abend war, dass die Mannschaft den Sieg nach dem Spiel nur mit ordentlichem Abstand zum Block feierte. Hier wäre doch wortwörtlich etwas mehr Fannähe wünschenswert.

Aufgrund des Sieges waren alle Voraussetzungen für eine feucht-fröhliche und gut gelaunte Heimfahrt gegeben, welche auch mit der bekannten Champions League- Hymne musikalisch untermalt wurde während man die Einreisebestimmungen für diverse Länder durchging – daher Pflichttermin für alle: Reisepass beantragen!

Pünktlich zum Frühstück war man dann wieder in der Heimat.

TSG – FCB 1:0

Da ich mir fürs Schreiben des Berichtes wieder einmal zu lange Zeit gelassen hatte, gleich weiter mit dem Bayern-Spiel: Selten war die Stimmung vor einem Spiel gegen den Rekordmeister so optimistisch wie an diesem Tag; selten hatte man vor diesem Spiel so oft den Satz „ich hab ein gutes Gefühl, heut gewinnen wir!“ gehört. Also möglichst früh zum Treffpunkt um die Vorfreude zu genießen. Auf dem Weg dahin noch kurz genießen können, wie eine ätere Dame die dort im Auto wartenden Polizisten zusammenstauchte, weil diese die ganze Zeit den Motor laufen ließen. Die Blicke der sprachlosen Polizisten – unbezahlbar!

Auf dem Weg zum Stadion gab es wieder einmal keine besonderen Vorkommnisse, also ab hieß es ab in den Block oder die Stimme noch mit einem letzten Bier ölen. Unser Support war die ersten Minuten richtig laut und auch unsere Mannschaft legte sehr gut los und erspielte sich einige Großchancen. Genau passend zu unserem -wie immer- in der 20. Minuten abflachenden Support fiel der Führungstreffer für unsere TSG, was für kollektives Ausrasten im Block sorgte.

Hoffenheim Sieg über Bayern München, Jubel

In der zweiten Hälfte wurde der FCB stärker und so stieg die Nervosität mit zunehmender Spieldauer immer mehr an, befürchtete man doch dass der übliche Bayerndusel ins Soiel kam. Doch dieses Mal konnten wir die Führung über die Zeit retten. Der Moment des Abpfiffs war geprägt von extremer Erleichterung und purer Freude. Der Traum international zu spielen rückt immer näher.

Auf dem Rückweg Richtung Bahnhof zeigte sich das unnötige Bayern-Volk mal wieder von seiner besten Seite: Hauptsache mit Bayern-Seidenschal mitten durch unseren Mob laufen, aber dann direkt bei den Bullen ausheulen, wenn der Schal „verloren“ geht. Nach kurzer Personalienfeststellung konnten wir aber unseren Heimweg fortsetzen und den Abend bei einem Siegerbier ausklingen lassen.

HSV – TSG 2:1 (oder besser Stau – 11h3 1:0)

So, nun also zu dem Teil der englischen Woche, zu dem es mir am schwersten fällt etwas zu schreiben…

Nach bester musikalischer Unterhaltung am Vorabend fiel es mir extrem schwer um 4 und damit mitten in der Nacht bereits wieder aufzustehen und so stellte ich mir die Frage, warum ich mir das überhaupt antue. Hätte ich da schon gewusst, wie die Fahrt abläuft, hätte ich wohl den Wecker an die Wand geworfen und weitergeschlafen. Aber nein, man macht es ja gerne. Also raus aus den Federn, eiskalt duschen und ab zum Bus.

Zu Fahrtbeginn war alles erstmal noch am Schlafen. Erst als man dann bereits einige Kilometer gemacht hatte und alle sich noch eine Mütze Schlaf geholt hatten wurde die Stimmung besser. Laut Busfahrer sollte man bereits gegen  12 Uhr die Hansestadt erreichen, sodass man schon Pläne schmiedete, was man mit der Zeit bis zum Anpfiff anfangen könnte und so wurden die Pausen auch entsprechend verlängert, was sich im Nachhinein als fatal herausstellen sollte.

Stau auf dem Weg nach Hamburg, Auswärts fahren ist schön

Etwa 80km vor Hamburg dann der GAU: in einer einspurigen Baustelle verreckte nur 500m vor uns ein LKW, sodass gar nichts mehr voran ging. Und so verstrich die Zeit bis zum Anpfiff und auch die Hoffnung überhaupt noch etwas vom Spiel zu sehen wurde immer geringer. Wenigstens konnte man das Spiel zusammengedrängt vorm Handy anschauen.

Gegen 16.30 Uhr konnte der LKW repariert werden und es ging wieder voran. Man entschied dann trotzdem noch nach Hamburg zu fahren, auch wenn man von der Polizei die Ansage erhalten hatte, dass man auf gar keinen Fall bis zum Stadion fahren könnte. Also nach Hamburg rein, an irgendeinem Bahnhof angehalten und kurz raus aus dem Bus, bevor es wieder auf den Heimweg ging… und so bleibt von diesem Tag nur: Positiv sehen, dass man noch auf dem direkten CL-Platz geblieben ist und dass ich in diesem Bericht auf einen Hinweis auf einen überraschend vollen Gästeblock verzichten konnte!

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